Impfprophylaxe bei chronischen Harnwegsinfektionen

Frauenarzt Dr. Gauff

Der Harnwegsinfekt zählt zu den häufigsten Infektionen des Menschen. Besonders  Frauen sind oft betroffen, und das hat anatomische Ursachen: Frauen haben eine viel kürzere Harnröhre als Männer, wodurch Keime leichter in die Blase gelangen.

Typische Symptome eines Harnweginfekts sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, bei dem nur geringe Mengen Urin ausgeschieden werden, der je nach Schweregrad der Erkrankung trüb oder übelriechend und manchmal sogar blutig ist.

Wiederkehrende (rezidivierende) Harnwegsinfekte beeinträchtigen in erheblichem Maße die Lebensqualität der Betroffenen.

  • Folgende Faktoren können einen Harnwegsinfekt begünstigen:
  • Gestörte Abwehrfunktion der Blasenschleimhaut
  • Gesteigerte sexuelle Aktivität
  • Schwangerschaft oder Entbindung
  • Menopause

Zur Behandlung eines akuten Harninfekts wird in den meisten Fällen ein Antibiotikum verordnet.

Bei rezidivierenden Harnwegsinfekten kann eine vorbeugende Impfung Risiko und  Häufigkeit einer Erkrankung erheblich senken.

Zur Grundimmunisierung wird Ihnen 3 x im Abstand von jeweils 2 Wochen eine Injektion in den Oberarm verabreicht. Mit dieser Grundimmunisierung wird ein Schutz von ca. einem Jahr erreicht. Nach diesem Jahr erfolgt eine einzelne Auffrischungsimpfung.

Der Impfstoff enthält ein Spektrum von inaktivierten Keimen, die in den meisten Fällen für Harnwegsinfekte verantwortlich sind. Diese Keime geben dem Immunsystem das Signal zur Bildung körpereigener Abwehrstoffe. Dadurch wird das Risiko weiterer Harnwegsinfekte erheblich gesenkt. Die Verträglichkeit ist generell sehr gut; selten treten lokale Reaktionen wie Rötung oder Jucken an der Injektionsstelle auf.

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