Die hormonelle Verhütung

Frauenarzt Dr. Gauff

Durch die externe Gabe von Hormonen gibt es neben der verhütenden Wirkung eine Reihe von Nebeneffekten, die man sich bei vielen Erkrankungen zunutze machen kann. Dabei ist die korrekte Wahl des Verhütungsmittels von entscheidender Bedeutung.

Positive Effekte werden z.B. erzielt bei: Blutungsstörungen, schmerzhafter Menstruation, Endometriose, Akne und vielen weiteren Krankheitsbildern.

Die Antibabypille

Die klassische Pille ist eine sehr verbreitete und sichere Verhütungsmethode. Sie setzt sich zusammen aus einem Östrogen und einem Gestagen (Sexualhormone). Die wesentlichen Unterschiede der vielen Arten von Antibabypillen liegen in der Wirkstoffkonzentration und überwiegend in der Gestagen-Komponente. Die verschiedenen Gestagene erzeugen unterschiedliche Nebeneffekte, welche man sich bei der Wahl des Präparats zunutze macht. So gibt es Pillen, die einen positiven Effekt auf die Haut oder Haare haben, einen unregelmäßigen Zyklus regulieren oder bei starken Menstruationsblutungen eingesetzt werden können. Die Einnahme der Pille erfolgt täglich mit einer je nach Präparat unterschiedlich langen Pause (meist 7 Tage).

Ein Sonderfall ist die sogenannte “Minipille”. Hierbei handelt es sich um eine östrogenfreie Pille, welche ohne Pause eingenommen wird. Meist bleibt bei der Minipille die Monatsblutung aus.

Die Hormonspirale

Die Hormonspirale ist ein regionales Verhütungsmittel, welches in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird. Dort setzt es in minimalen Dosen das Gestagen Levonorgestrel frei. Die Spirale gibt es in 2 Varianten: die “Jaydess” für 3 Jahre und die “Mirena” für 5 Jahre. Bei der Jaydess bleibt eine leichte Regelblutung erhalten. Viele Frauen bevorzugen dies, da sie eine gewisse Kontrolle haben, dass sie nicht schwanger sein können. Bei der Mirena bleibt normalerweise nach einer gewissen Weile die Regelblutung aus. Das kann von großem Nutzen sein, wenn Sie unter schmerzhafter Menstruation oder wechselbedingten starken Blutungen leiden. Die Hormonspirale zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden und hat nur sehr wenige Nebenwirkungen, da die Hormone hauptsächlich in der Gebärmutter wirken und nur ein sehr geringer Teil der Hormonkonzentration in den Körper gelangt.

Das Implanon® (Verhütungsstäbchen)

Das Implanon ist ein weiches Kunststoffstäbchen, welches das Gelbkörperhormon Etonogestrel enthält. Es wird direkt beim Frauenarzt unter die Haut an der Innenseite des Oberarms eingesetzt. Dort setzt es dann kontinuierlich Hormone frei und garantiert einen Empfängnisschutz von bis zu 3 Jahren. Obwohl es durch seine veränderte Hormonzusammensetzung im Regelfall verträglicher ist als die Antibabypille, kann es trotzdem zu Unregelmäßigkeiten oder einem Ausbleiben der Menstruation kommen.

Die 3-Monatsspritze

Die Dreimonatsspritze zählt ebenfalls zu den hormonellen Verhütungsmethoden und wirkt durch das Zuführen des Gelbkörperhormons (Gestagen). Die 3-Monatsspritze muss alle drei Monate vom Frauenarzt verabreicht werden. Die Dreimonatsspritze versetzt die Eierstöcke sowie die Gebärmutterschleimhaut in eine Art Ruhezustand. Nach anfänglichen Unregelmäßigkeiten bei der Regelblutung, bleibt diese schließlich völlig aus. Sehr effektiv wird die Dreimonatsspritze wie auch die Hormonspirale zur Behandlung von wechselbedingten starken Blutungsstörungen eingesetzt. Dabei bleibt die Monatsblutung im Normalfall ganz aus, aber ohne dass Sie dadurch vorzeitig in den Wechsel versetzt werden.

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